Frage zum Wochenende

      Frage zum Wochenende

      Ich starte mal die Frage zum Wochenende

      Mit was oder worauf schreibt ihr lieber?

      Als ich schreibe meine Geschichte(n) - mehr als nur die Grundidee - lieber zu erst auf Papier, einfach um mit der Hand zu schreiben und auch als ersten Entwurf, um mich in Stimmung zuversetzen und alles so ein wenig fließen zu lassen. Manchmal werden es auch ganze Kapitel oder manchmal nur ein Satz, der mir spontan einfällt oder wenn ich einen Satz im Fernsehen höre, dann schnell zu Papier gebracht und daraus entwickelt sich dann einiges.

      Später tippe ich alles ab und da formuliere ich dann auch aus oder streiche und setze neue Dinge zu.

      Gibt es unter Euch welche, die sogar mit Diktiergeräten arbeiten?

      LG Martina
      Hallo Martina,

      in den letzten Tagen hast du dich sehr um die Literatur und uns (allen) Autoren bemueht. Dafuer habe ich dir deinen ersten sehr verdienten "like it" gegeben. Ich gehe damit eigentlich sehr sparsam um, denn manchmal wird damit hier im Forum sehr geast. Ein solcher Einsatz jedoch, muss belohnt werden.

      Ich gehe voellig anders vor. Als ich von der Kurzgeschichte zum Buch ueber ging, fand ich sehr schnell meine Grenzen. Ich war imstande eine Story in meiner Fantasy aufzubauen, aber wenn ich mit dem Schreiben begann, waren wichtige Informationen einfach vergessen worden. Irgendwann bekam ich den Rat - ich weiss nicht mehr von wem - eine Art Storyboard zu verwenden. Dieser Begriff kommt eigentlich von den Cartoon-Zeichnern, die oft auf grossflaechigem, festen Papier- oder Pappboegen, ihre "Bilder" vorzeichen, um die Idee festzuhalten. Erst spaeter wird dieser Sketch verfeinert, ausgearbeitet, korrigiert, etc. bis zum fertigen Cartoon. Z. B. arbeitete Charles M. Schulz, der Vater der Peanuts, mit solchen Storyboards!

      Und aehnlich gehe ich vor. Ich nehme mir einen Collegeblock, kariert, und schreibe alles hinein, was mir wild und unsortiert zu meiner Story einfaellt. Irgendwann beginne ich eine Art Expose zu schreiben, um die Geschichte halbwegs zu fixieren. Erst, wenn ich damit zufrieden bin und mir das Projekt gefaellt, gehe ich an den Computer. Ich eroeffne ein Word-Dokument mit bestimmtem "header", Schrifttyp und -groesse und beginne sortiert aufzuschreiben, was ich vorher im Collegeblock festgehalten habe.

      Nun beginne ich Kapitel fuer Kapitel grob zu umreissen, was ich erzaehlen moechte. Danach arbeite ich die Kapitel feiner aus. Mehr nicht! Feinarbeit muss nicht unbedingt ueberall stattfinden, denn es laesst mir eine gewisse Handlungsfreiheit, wo ich sie auch brauche. Dort, wo ich fein ausarbeite, sollte ich mich strikt an die Vorgabe halten, um bestimmte Effekte in der Geschichte nicht zu verlieren. Dann beginne ich das Manuskript zu schreiben und halte mich je nachdem grob oder sehr genau an meinen Vorgaben. Habe ich eine "tolle" Idee, kann ich im Word-Dokument bequem umschreiben, ebenso das Ende, wenn noetig. So habe ich immer die Kontrolle ueber das gesamte Projekt und kann dennoch Aenderungen anwenden, ohne jemals den Faden meiner Story zu verlieren. Dennoch ein kleinwenig Disziplin und Ordnung muss schon sein.

      Von der angebotenen Software hierzu halte ich weniger. Ich habe mal in zwei Programmen reingeschnuppert, aber fand mich damit nicht zurecht.

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Hallo Daniel,

      Zuerst einmal Danke für den "Like" :thumbsup:

      Und ich dachte für so ein Storyboard muss man zeichnen können, denn das kann ich absolut nicht - wahrscheinlich bin ich deshal auch beim Schreiben gelandet. :phew:

      Gerade das Exposé bereitet mir Schwierigkeiten - ich mache zwar den Entwurf auf Papier aber ich lege mir auch so eine Art Ablaufplan zurecht, der eher einer komplizierten technischen Pfeilzeichnung entspricht, als ein geordnetes Strukturgebilde und meistens merke ich im Lauf meiner Geschichte, dass meine Figuren, dann doch andere "Pläne" haben und ich sie quasi zwingen muss in der Handlung zu bleiben - deshalb fällt es mir auch so ungemein schwer Kurzgeschichten zu schreiben, weil man da auf das wesentliche herunterreduzieren muss, bzw. ich hatte damit als ganz junger Mensch angefangen, aber das war irgendwie nicht richtig oder besser es fühlte noch nicht so an.

      Software ist auch ein gutes Stichwort - eigentlich schreibe ich mit drei Programmen - zum einen mit dem ganz kostenlosem Programm "Ywriter", für umsonst finde ich es sehr passable, hat aber keine deutsche Rechtschreibeprüfung, weil es ursprünglich ein englisch-sprachiges ist - man kann da aber wunderbar Kapitel, Szenen, Figuren so zusammensetzen, wie sie passen und jede Szene in einer rtf-Datei, sodass man über Word oder wie bei mir zusätzlich über Papyrus den Dudenkorrektor einsetzen kann oder eben halt andere Komponenten des Programms.
      Auch kann man mit "YWriter" so eine Art Zeitstrahl erstellen, gerade bei Thrillern, die auf mehreren Ebenen ablaufen (sprich was macht der "Gegner") kann das sehr hilfreich sein, weil man dadurch Differenzen gut feststellen kann.

      So hat eben alles Vor- und Nachteile bzw. es liegt am persönlichen Empfinden.

      LG Martina

      PS: Gibt es unter den Autoren hier eigentlich welche, die wild drauflos schreiben und dann erst sortieren?
      Hallo Martina,

      Nun, genau den YWriter hatte ich mal ausprobiert, weil ein Kollege mich darauf aufmerksam machte. Ich moechte auch nicht sagen, dass diese Software nichts taugt, sie ist nur nichts fuer mich! Von Anderen weiss ich, dass sie einerseits ablehnen, andererseits toll finden.

      Das wild darauf losschreiben habe ich hinter mir. Offen gesagt, bei Kurzgeschichten habe ich die gesamte Handlung im Kopf. Aber bei Buechern schaffe ich es gerade die grobe Handlung im Buch festzuhalten, aber sobald eine neue Idee hinzukommt und eine alte Handlung ersetzen soll, bin ich bereits aufgeschmissen.

      Ich arbeite ebenso mit einer Datenbank, die ich extra fuer die Protagonisten, Antagonisten, Orte, etc. angelegt habe. Das ist sicherlich nur fuer mich hilfreich, weil ich ein Fan von Access, Excel und Co. bin (lach), glaube aber nicht, dass andere es ebenso machen. Dennoch, fuer meine Trilogie kommen etwa 1300 Seiten zusammen. Das alles ohne eine komfortable Datenbank kann ich mir fuer MICH ganz und gar nicht vorstellen.

      An dieser Stelle moechte ich gerne noch einmal auf Stephan King zurueckgreifen und frage mich, wie er das macht, dass er seine Stories so praezise erzaehlt. Seine Buecher sind ja nicht selten ueber 1000 Seiten. Soweit mir bekannt ist benutzt er weder Schreibsoftware noch Datenbank. Weiss jemand Naeheres? Das wuerde mich wirklich interessieren.

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Hallo Daniel,

      du bist ein Fan von Access, Excel - oh Himmel -, diese beiden Programm sind für mich wie die sieben Siegel der Nacht :?: - ich weiß zwar wie ich eine Tabelle anlege oder ein Diagramm, aber nur nicht weiter - in einer Weiterbildungsmaßnahme hatte ich für Excel einen Herrn, der war BETA-Tester für Microsoft - Excel, der hatte Dinger auf dem Kasten, also echt - da hat man mich sprachlos gehört ^^, wobei ich das wirklich selten bin.

      Ich weiß von einer anderen Autorin, die auch über tausend Seiten Bücher schreibt, dass sie erst einmal nur einzelne Szenen schreibt, sprich sie schreibt da eine Szene, dann wechselt sie zu einer anderen, dann wieder eine andere und dann wieder zu einer anderen und fügt am Ende alles zusammen - ich denke eher, dass es dann eine sehr intensive Überarbeitungsphase gibt oder die Leute haben durch das "jahrelange" Schreiben schon soviel Übung, dass sie ganz ohne auskommen, denn für sie ist es ja so tägliches Brot, da komme ich, z.B. als "Hobbyautorin" nicht ganz hinterher.

      Daher bin ich eben auf "Hilfsmittel" angewiesen. Was mich zu den Programmen zurückbringt - ich glaube, dass es sich damit ähnlich wie mit den Geschichten verhält - eigentlich bräuchte jeder Autor ein induviduelles Programm - der eine legt mehr Wert auf eine Sache, der andere auf jene. Deshalb gibte es ja auch so viele.
      Oder wie bei Diäten - wenn es die eine Diät zum Abnehmen geben würde (die dann auch tatsächlich funktioniert), sind alle anderen überflüssig und keiner könnte mehr Geld verdienen ^^

      LG Martina
      Hallo Martina,

      also vom Schreiben werden die Allerwenigsten hier im Forum oder bei Xinxii leben koennen. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber nur rund 1% oder 2% der professionellen Autoren koennen ueberhaupt von ihrer Schreibe leben. Und taeglich kommen neue Schreiber dazu, die wie du und ich glauben, auch einen Platz in der Schriftsteller-Walhalla ergattern zu koennen. Jaehrlich kommen ueber eine Million neue Buecher auf dem Markt. Und durch die Moeglichkeit, dass mittlerweile wirklich jeder was auch immer er oder sie produziert veroeffentlichen kann - weil keinerlei Qualitaetskontrolle stattfindet - wird der Markt voellig "zugemuellt" mit jedem erdenklichen Geschreibsel. Das meine ich nicht negativ, aber so ist es leider. Wenn du bei Amazon einige Leseproben anliest, schlaegst du die Haende ueber dem Kopf zusammen! Wenn deine Bekannte vom Schreiben leben kann, gratuliere ich ihr ganz recht herzlich zu ihrem Erfolg.

      Gegen HIlfsmittel beim Schreiben ist nichts einzuwenden. Das Storyboard ist ja auch ein Hilfsmittel. Ohne solche geht es einfach nicht. Das wissen wir alle.

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Hallo Daniel,

      und die wenigsten landen so einen Hit wie Harry Potter, aber es ist wie ein 6er im Lotto - Ort, Zeit, Gelegenheit und andere Zufälle müssen passen.

      Stimmt, bei manchen Leseproben bekommt man echt graue Haare, daher ist es für mich wichtig -z.B. mein Ehemann, der mit seiner Meinung zu meinen Geschichten nicht hinterm Berg hält und stets und ständig, bestimmte Sachen hinterfragt oder wie ein kleines Kind "warum, warum, warum" - sodass ich mich intensiv sowohl mit der Geschichte und den Figuren auseinander setzen muss. Qualität hat bei mir einen hohen Stellenwert, aber ich will und kann mich nicht von "kleineren" Fehlern reinwaschen, denn irgendwann (nachdem 100sten Mal Lesen - zum Beispiel) wird man einfach betriebsblind und das nicht nur der Autor sondern auch der "interne" Korrekturlese (mein Mann), außerdem steckt er ja dann auch so tief in der Geschichte, dass er dann dem Leser gegenüber ja einen "Vorteil" hat und somit die Geschichte nicht mehr als Leser wahrnimmt, sondern fast schon als Autor.

      LG Martina
      Eine neue Frage zum Wochenende: Zeitmanagement

      Schreiben ist ein langer Prozess - Ideenentwicklung, Recherche, Ausarbeitung etc. und daneben noch Familie, ("Haupt")-Beruf, Freizeit.

      Meine Frage an euch. Wie managet ihr das alles?
      Bei mir könnte der Tag manchmal 25 Stunden plus Überstunden haben :| , stellenweise bin ich richtig "froh", dass ich leider keine Kinder habe oder auch, dass mein lieber Ehemann, mal eben schnell den Müll runter bringt.

      LG Martina
      Hallo Martina,

      nun, ich denke die Allermeisten hier sind keine Berufsschreiber, also "nur" Hobbyautoren. Von daher wird warscheinlich niemand hier einen Achtstudentag mit Schreiben verbringen (lach)!

      Bei mir ist es so, dass ich aufgrund bestimmter privater Umstaende meist nur an Wochenenden schreiben kann, obwohl ich mir vornehme jeden Tag fuenf Normseiten zu schreiben und an Wochenendtagen derer zehn. Wenn eine ganze Woche zuende ist und ich demnach 45 Normseiten haette schreiben muessen, aber tatsaechlich hoechstens 20 geschaftt habe, bin ich dennoch mehr als zufrieden.

      Das Recherchieren nimmt bei mir einen ganz anderen Stellenwert ein. Ich bin an Mesopotamien, Nahost und Aegypten in archaeologischer, historischer sowie religioeser Sicht sowieso interessiert und lese darueber permanent. So kann ich gerade weil ich Fantasy schreibe auf eine Fuelle von historischen Informationen zurueckgreifen. Wer weiss z. B. schon, dass die Vampire nicht erst mit Bram Stoker's "Dracula" aus de Jahr 1897, das Licht der Welt erblickten. Historisch das erste Mal wurden Vampire bei den Sumerer etwa 3500 v. Chr. erwaehnt. Als Beweis dienen Keilschriften, die uns auf Tontafeln bis heute vorliegen.

      Eine direkte Zeiteinteilung habe ich nicht. Das wuerde in meinem Falle auch sehr wenig bringen.

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Hallo Daniel,

      nun ich versuche wann immer es geht mich mit dem Schreiben zu beschäftigen, da auch ich neben den Schreiben einen Beruf habe, und die Arbeit die ich dabei zu erledigen habe mir auch riesen Spaß macht (nun ja - manchmal gibt es Tage, wo es einem nicht so leicht von der Hand geht, aber wo ist das nicht so), aber man kann ja irgendwie immer Sachen "dazwischen" schieben.

      Ob es nun das Korrekturlesen in der Bahn zur Arbeit ist oder in der Mittagspause zwei, drei Sätze schreiben oder eine Idee zu skizzieren. Gemäß dem Motto: Es gibt immer was zu tun, also abwarten :)

      Gerade bei historischen und Fantasy, denke ich, ist Recherche sehr wichtig und von daher kann ich verstehen, dass es da einen hohen Stellenwert einnimmt - ich "wühle" mich gerade für meinen 4. Flammenspiel Teil gerade durch den 2. Weltkrieg - sicher gibt es da mehr als gute Dokumentationen oder andere Sachen, aber schließlich muss ich es für meine Geschichte etwas "passender" machen. Dichterische Freiheit - wenn du vestehst, was ich meine, dennoch will ich in Sachen der Glaubwürdigkeit doch ein Mindestmaß wahren :D.

      Nun ja, wenn du schreibst, dass du versuchst am Wochenende zehn Seiten zu schreiben, dann finde ich, dass es doch eine gewisse Zeiteinteilung ist - Selbstdisziplin ist ja nicht nur ein Stichwort, sondern gerade bei Schriftstellern, die mehr oder minder am heimischen Schreibtisch sitzen eine Herausforderung, denn zwischen Telefon klingeln und Mittag kochen und anderen "störenden" Elementen muss man sich ja auch konzentrieren und stets und ständig Nachtschichten einzulegen, klappt bei mir nicht immer, da ich unter der Woche recht früh aus dem Bett muss.

      Leider schaffe ich es nicht, so wie Nostradamus (war es glaube ich oder doch eher da Vinci - keine Ahnung), der alle 2 Stunden für 15 Minuten schlief und so Wochen lang ununterbrochen arbeiten konnte.
      Das will ich auch können :please:

      LG Martina
      Und wieder eine Frage zum Wochenende! :huh:

      In welchem Alter oder zu welchem Zeitpunkt habt ihr euch intensiv mit dem Schreiben beschäfitgt?
      Ob nun als intensives Hobby oder "professionell". Ich bin echt auf eure Antworten gespannt.

      Lg Martina und schönes WE
      Hallo Martina,

      nun, als Kind habe ich bereits die besten Aufsaetze geschrieben. Aber nur, wenn ich das Thema frei waehlen durfte. Ich erinnere mich, dass ich mal den Sommerurlaub beschreiben musste. Leider war unsere Famillie damals selten in Urlaube. Also habe ich einen Urlaub auf einem Bauernhof erfunden und ihn so toll beschrieben, dass ich eine Eins dafuer bekam. Mein Lehrer, der heute immer noch mit mir in Kontakt steht, weiss bis heute nicht, dass es den Urlaub so gar nicht gegeben hat, sondern dass er einzig meiner Fantasiewelt, vielen damaligen Kindersendungen und dem Wunsch nach einen Urlaub entsprungen ist!

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Ich habe auch in der Schule angefangen, allerdings wie ich heute weiß mit Fanfiktion, ich habe einfach besonders gute Folgen meiner Lieblingsserien (V-Die Außerirdischen oder andere) weitergeschrieben oder umformiliert oder neuzusammengesetzt - dann war bei mir ewig lange Ruhe, bis ich dann Kurzgeschichten geschrieben habe, wo ich nach der zehnten Seite (handschriftliche A5-Seite) nicht mehr weiterkam, weil wie ich heute weiß kein Konzept (Exposee oder Ablaufplan) hatte.

      Zwischendurch gab es hin und wieder ganz kurze Horrorgeschichten

      Dann im Jahre 2004/2005 kam es bei mir zu einem Bruch, will ich mal so ausdrücken, einerseits klagte meine Mutter darüber, dass sie nichts mehr zu lesen im Schrank hätte, die Bibliothek gab auch nichts mehr her - andererseits bin ich da das erste Mal an Brustkrebs (Vorstufe) erkrankt und da habe ich dann angefangen für meine einen Thriller zu schreiben, den sie dann als Geburtstag geschenk erhalten hat - nunja 4 sind es geworden und aus einem Teil heraus entstand dann meine Flammenspiel-Reihe.

      Den ersten und zweiten Teil von Flammenspiel habe ich dann ab 2013, wo ich zum zweiten Mal an Brustkrebs erkrankte fertig geschrieben - hatte ja Zeit unter der Chemo, wobei das auch nicht immer einfach war, weil meine Mutter dann auch an Krebs erkrankt war und dann verstorben ist, oder weil ich einfach an manchen Tagen echt down oder zu müde fühlte, war aber immer ein Grund um mich aufzuraffen.

      Für mich hat ein Spruch, den mir eine "Leidensgenossin" 2006 in der Reha sagte sehr große Bedeutung.
      "Ich habe nicht mit Krebs gerechnet, der Krebs hat aber auch nicht mit mir gerechnet"
      Jede Krankheit egal wie schlimm, kann immer auch was positives haben, ob es nun das intensivere Leben oder die anderen Blickwinkel sind, oder ob man dann feststellt, wer die "echten" Freunde sind.

      So nun genug von Krankheit - :thumbup:

      Aufsätze in der Schule fand ich immer interessant, gerade wenn man das Thema frei wählen konnte - jedenfalls besser als interpretiere das Gedicht soundso.

      LG Martina
      Hallo Martina,

      Nun, es ist sehr gut, dass du dich nicht hast unkriegen lassen. Denn genau das ist es, was der Heilungs- und Genesungsprozess aus medizinischer, aber auch aus psychologischer Sicht braucht. Dennoch, stimme ich dem Satz, "Ich habe nicht mit Krebs gerechnet, der Krebs hat aber auch nicht mit mir gerechnet", nur eingeschraenkt zu. Warum sollte aus pietaetischen Gruenden jetzt keine Rolle spielen.

      Aber aus philosophischer oder sogar religioeser Sicht spielt dein Satz und vor allem die sich die daraus ergebene Sichtweise eine ganz andere, sehr grosse Rolle. Z. B. beklagt sich jemand, der sich bei einem Verkehrsunfall ein Bein gebrochen hat, darueber, dass es ein Pechvogel ist! Wirklich? Was haette demjenigen aber passieren koennen, wenn er den Unfall nicht gehabt haette? Vielleicht waere er bereits an der naechsten Kreuzung in einen anderen aber fuer ihn toedlichen Unfall verwickelt worden! Somit waere doch der erste Unfall und dem resultierenden Beinbruch ein Gluecksfall gewesen, oder nicht ?

      Aus dieser Sicht heraus, ergibt dein Satz, "Ich habe nicht mit Krebs gerechnet, der Krebs hat aber auch nicht mit mir gerechnet", einen voellig anderen Sinn, dem ich nun voll und ganz zustimmen kann!

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Frage zum Wochenende!

      Nun habe ich auch einmal eine Frage, die ich gerne zum Wochenende stellen moechte. Sie ist sicherlich schon einige Male nebenbei angesprochen und auch grob erklaert worden, aber ich finde, dass man sie ruhig etwas ausfuehrlicher behandeln sollte.

      Wie formatiert ihr Word Texte so um, dass sie als 'epub' veroeffentlicher werden koennen?

      Mir geht es hier bei um die Benennung von Programmen und wie sie eingesetzt werden. Vielleicht kann hier jemand aus eigener Erfahrung Schritt fuer Schritt darlegen, wie das Ganze vonstatten geht. Mir sind die bisherigen Erklaerungen zu oberflaechig gewesen.

      Vielen herzlichen Dank!

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Zum Post oben: "Ich habe nicht mit Krebs..."

      Keine Frage, ich weiß, was du meinst - besonders heute, dennoch, klar ist eine Krankheit schlimm und es gibt dabei Tage, die echt mies sind und die sollte man auch zulassen, einfach um des Gefühls willen, was man aber nicht machen sollte und das ist für mich der Hauptgrund - aufgeben, denn es sind dann die Momente ob es ein Sonnenauf- oder untergang ist, der intensiver empfunden wird oder einfach die Umarmung des Ehepartners, die etwas inniger wahrgenommen wird.

      Und letztlich ist es so, dass ein anderer, der dieses "Spruch" wählt eine andere Bedeutung bekommt, außerdem gibt es doch viele, viele, viele Zitate von berühmten Persönlichkeiten, die im Kontext auch Sinnverfremdet oder Interpretation bekommen.

      Zu der Frage zum Wochenende:
      Prinzipell speichere ich meine Dateien im RTF-Format, dann nutze ich das Programm "Papyros", um die Datei "Normseiten" zu konvertieren. Dann öffne ich Wort und hole mir diese "Normseiten-Datei" für noch die Titelseite mit Impressum und alles andere an und gibt es das kostenlose Programm Calibre, dass dann in verschiedene E-Formate verwandeln kann.
      Meistens lese ich aber auf meinem "uralt" E-Book-Reader die RTF-Datei - korrektur.

      LG Martina
      Hallo Martina,

      Ich kenne Calibre und andere diverse Programme, mit denen man umformatieren kann. Aber es muss wesentlich mehr gemacht werden, als ein Knopf zu druecken und als epub zu speichern. Es muss Hand angelegt und echt umformatiert werden. Und dazu moechte ich gerne von Usern, die damit Erfahrungen gesammelt haben, etwas vermittelt bekommen. Die ganzen Informationen aus dem Internet sind fuer meine Begriffe und Wuensche viel zu schwammig. Ich haette es gerne praeziser!

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Und mal wieder eine Frage zum Wochenende :applause:

      Wenn ihr ein Buch kauft, ob hier oder anderswo - gebt ihr dem Autor ein Feedback?

      Also wenn ich Zeit habe, was leider meistens nicht so ausgiebig der Fall ist, dann versuche ich ein kurzes Feedback zu schreiben. Sollte ich den Autor etwas intensiver kennen - weil ich schon mehr als ein Werk gelesen habe, dann versuche ich meistens ein etwas ausführliches Feedback zu geben.

      Wie handhabt ihr das?

      LG Martina und schönes Wochenende
      Hallo Martina,

      von Zeit zu Zeit kaufe ich Buecher, heute allerdings nur noch PDF ebooks. Feedbacks gab ich noch nie und werde ich auch in Zukunft nicht geben. Aus dem einfachen Grund, weil mich mit dem Autoren oder der Autorin nichts verbindet. Ich kaufe ein Produkt, mehr nicht. Genauso wenig schreibe ich an Chevrolet und bedanke mich fuer das klasse Auto, dass sie "fuer mich" gebaut haben; oder Frigidaire, weil mir deren Kuehlschrank gefaellt. Bitte verstehe die Symbolik.

      Allerdings habe ich vor langen Jahren, als es noch kein Internet gab, einem Schriftsteller einen langen Brief geschrieben, in dem ich mich mit seiner Thematik auseinandersetzte und ihm Mut zusprach weiterzumachen. Nun, er schreibt heute noch (lach)!

      Viele Gruesse,
      Daniel