Welche Bücher, Autoren, Gedankengänge ect. inspirieren euch?

      Welche Bücher, Autoren, Gedankengänge ect. inspirieren euch?

      Hallo zusammen,

      Inspiration für neue Geschichte ist wichtig. Manchmal hat man einen Traumfetzen am Morgen für eine neue Geschichte. Wo findet ihr diese?
      Geht es euch auch manchmal so - Man sitzt in der Bahn zur Arbeit - beobachtet verstohlen seine Mitfahrer und dann *peng*, stellt man sich vor welche Lebensgeschichte hat dieser Mensch, welche Probleme hat die alte Dame oder, oder, oder,

      Schreibt doch mal bei welchen Gelegenheit oder von welchen Büchern, Autoren ihr inspiriert werdet - oder arbeitet ihr neben dem Schreiben noch? Kommen die besten Ideen zur Unzeit - bei einer Besprechung mit dem Chef(in)?

      LG Martina
      Hallo Martina,

      die Frage ist eine ganz einfache, aber die Antwort um so schwieriger und vielschichtiger.

      Z. B. hat mich eine Bettlerin am Nordausgang eines Bahnhofs zu einer Kurzgeschichte angeregt. Meine damalige Arbeit mit Altenheimen, regte mich zu einer meiner bekanntesten Kurzgeschichten "Zwei Koffer voller Sehnsucht" an. Ein befreundeter "Bauer", so nannte er sich selbst, veranlasste mich ueber "Die gestohlene Kartoffel zu schreiben. Genauso oder aehnlich war es mit "Die rote Mine".

      Kindheitserlebnisse eigener Streiche liess ich in "Das alte Fotoalbum" einfliessen, als ich beschrieb, wie ein aelterer Herr, das koennte ich heute sogar sein, ein altes Fotoalbum durchblaettert und sich anhand der zum Teil vergilbten Fotos an seine Jugendstreiche erinnert. Die habe ich alle selbst erlebt!

      Meine Hobbies, wie .Z. B. Archaeologie, Religion und (ancient) History, veranlassen mich immer wieder auch religioese oder teilreligioese Themen aufzunehmen. Z. B. mein Roman "ANUNNAKI" basiert entfernt aber grundlegend auf schriftliche Aufzeichnungen der Sumerer von rund 3500 v. Cnr. So lasse ich mein "Fach"-Wissen auch in meine Buecher mit einfliessen.

      Und natuerlich stiften mich meine Kinder immer wieder an, etwas von und ueber "Gina" zu schreiben, der Heldin meiner Kinderbuchreihe. Einige Ideen stammen von Stilblueten meiner Kinder oder anderen Erlebnissen, die ich gerne uebernehme und frei in meine Geschichten mit aufnehme.

      Also wie du siehst, gibt es gerade bei mir eine Vielzahl von Inspirationen, die mich zum Schreiben anregen und sie in meine Geschichten einfliessen lassen.

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Hallo Martina,

      manchmal habe ich einen ganz tollen Titel, zu dem ich dann die passende Geschichte suche. So erging es mir mit "Zwei Koffer voller Sehnsucht", zu dem mir anfangs nichts einfallen wollte. Doch dann sagte es Klick und ich hatte die Geschichte. Diese Story wurde als Buchtitel fuer eine Anthologie mit passendem Cover ausgewaehlt und erschien im Heyne-Verlag. Ebenso habe ich die Kurzgeschichte in meinem Buch "Zeit der Zaertlichkeit" untergebracht, die hier bei XinXii oder Amazon bezogen werden kann.

      Aehnlich ging es mir mit "Das Fenster zur Strasse" und "Die gestohlene Kartoffel". Letztere eine Nachkriegserzaehlung, die bei aelteren Menschen sehr gut ankam, allerdings alte, nicht so gute Erinnerungen hervorrief. Und dennoch wurde die Geschichte in den Zeitungen herumgereicht, den Enkelkindern gezeigt mit dem HInweis, dass es so damals war und nicht so schoen wie heute.

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Manchmal habe ich das Gefühl, dass es nur einen Satz braucht um eine neue Geschichte entstehen zu lassen, ob es da ein witzer "Werbespruch" ist, oder eine Schlagzeile in der Zeitung, oder eine bestimmte Szene in einem Film im Fernseher.

      Auch alltägliche Dinge wie das Einkaufen oder der Weg zur Arbeit bergen manchmal gute Beispiel, worin man seine Figuren setzen kann, vor allen Dingen, wenn man noch kein rundes Bild von ihnen hat, da kann man mal ruhig die Gedanken treiben lassen und sich fragen, wie würde meine Figur diese Sache jetzt sehen oder wie würde sie mit der Situation, in der man persönlich gerade steckt, umgehen.

      Eigentlich ist es doch so, dass das Leben die besten, schlimmsten, schillersten, außergewöhnlichsten Geschichten schreibt. :applause:

      LG Martina
      Ich stimme dir zu! Nicht umsonst laufen viele Autoren, aber auch Maler, Designer, etc. mit einem Block herum, um sich bestimmte Impressionen aufzuschreiben oder als Skizze festzuhalten. Zuhause wird dann ausgewertet, erweitert und ein kurzes Expose verfasst, dass dann irgendwie und irgendwann als fertige Geschichte das Licht der Welt erblickt, oder auch nicht!

      Seit Urzeiten habe ich auch ein solches Buch. Darin stehen immer noch rund 40 skizzenhaft festgehaltete Gedanken, Erlebnisse, Eindruecke, die ich in den 90ern mal als Kurzgeschichte fertigschreiben wollte. Das fand nie statt. Dennoch verwende ich manche Charaktere in meinen heutige Buechern und lasse sie dort am Verlauf der Geschichte teilnehmen.

      Solche, wie soll man sie nennen, "Skizzenbuecher"? Keine Ahnung! Jedenfalls sind sie so hilfreich, dass ich mich heute noch nach Jahrzehnten an meine damaligen Eindruecke erinnern kann, wenn ich sie mir heute durchlese.

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Da ich viel handschriflich verfasse sind meine "Skizzenbücher" recht schnell voll, daher habe ich mir angewöhnt solche mit Perforation zu nehmen und sie dann in einen Ordner einzuheften, auch weil ich manchmal etwas nachschlagen will, muss, kann oder um daraus eine neue Situation zu kreieren. Solche "Erinnerungsstücke" finde ich manchmal genial, weil man auch daran sehen kann, dass man sich weiter entwickelt, denn wenn man sich die Dinger, die man vor zwei, drei Jahren geschrieben hat heute durchliest - hat man zusätzlich noch was zum lachen :)

      LG Martina
      Genau das ist der Grund, warum ich dazu neige, eine Access Datenbank fuer ein Buch anzulegen. Dort sind alle handelnden Charakter, Orte, etc. genauestens dargestellt. Und wenn ich vier Kapitel oder im Fortsetzungsbuch noch einmal z. B. eine Person benoetige, lese ich mir zunaechst den Eintrag in der Datenbank durch. Denn zu oft, hatte ich falsche Erinnerungen, die wirklich unschoen sind, wenn sie unerkannt veroeffentlich werden.

      Genau das passiert(e) sogar namhaften Autoren, wie Homer, der Odysseus mal mit blonden Haaren und mal mit schwarzen darstellte

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Das taten die Aegypter offenbar aus verschiedene Gruenden. Zum einen ueberdauerten die Steingravuren alle Zeiten bis heute - Papyrus bei weitem nicht immer. Und wie gross der Schaden beim Brand der Bibliothek in Alexandria war, laesst sich nur vage erahnen.

      Ausserdem sollen die Steingravuren sicherlich auch Zusammenhaenge ausdruecken, die in einer einfachen Schriftsprache, wie der Keilschrift, nicht immer gelang. Aber ein Blick auf ein Fresco in einer Pyramide oder Tempel, laesst auch Zusammenhaenge ersehen. Und die sind aus heutier Sicht wertvoller als geschliffene Diamanten. Ebenso die Hinterlassenschaft von Bauwerken, wie den Pyramiden! Erst in den letzten Tagen wurden viele Ungereimtheiten der Pyramiden (wieder) aufgedeckt. Und alte Schriftsteller wie von Daeniken, der bereits in den 70ern auf bestimmte Ungereimtheiten aufmerksam machte, und an alte "Zeugenaussagen" verwies, werden heute glaubhafter denn je!

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Bei der Sendung "Zukunft ohne Menschen" fand ich den einen Ausspruch fast schon erschreckend - insbesondere im Zusammenhang mit unserer "digitalen Welt" - es ging darum, was von berühmten Werken, wie die "Gutenberg-Bibel", Mona Lisa, die Fresken der Sixtinischen Kapelle etc. nach bestimmten Zeitspannen übrig bleibt

      Die Aussage lautete sinngemäß.
      "Von all diesen Werken, wird nur das übrig bleiben, was vor 5000 Jahren in Stein gemeiselt wurde."

      Echt erschreckend, aber auch fazinierend

      LG Martina
      Genau dein Punkt laesst viele Historiker, die sich mit der "Ancient History" befassen, behaupten, dass die alten Voelker oft ganz bewusst Monumente aus Stein und Inschriften dazu benutzten, uns heutigen Menschen etwas mitzuteilen.

      Google doch mal nach "Tempel von Dendere", sehe dir die Bilder an und sage mir, was du auf den Relief siehst!

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Du meinst dieses Relief, was aussieht wie eine Glühbirne - ich muss zu geben, dass es schon sehr danach aussieht - aber es kann auch so interpretiert werden eine Fruchtbarkeitsszene

      Ich möchte in diesem Zusammenhang Raumschiff Enterprise - Das nächste Jahrhundert erwähnen - Es gibt eine Folge wo Picard einer fremden Rasse ohne sprachliche Fehler (Konjugation, Interpunktion, Intonation) begrüßen muss und der Troi (Schiffspsychologin) mit ihm im Kasion sitzt und Tee trinkt - sie sagt ein unverständliches Wort und er deutet es als "heiß"
      Sie fragt zurück - vielleicht meinte ich auch Glas, Getränk, Zusammenkunft, Teilen, Nahrung.

      Du siehst allein an diesem Vergleich, dass es im Sinne des Betrachters ankommt und manchmal ist ein Schokoladenkuchen auch nur eine Nascherei.
      Sicherlich gibt es Sachen, wo man durchaus ins Schwanken kommt - z.B. ich bin nicht ganz Bibel fest - aber es gibt doch die Geschichte wo Kain Abel erschlug und wenn ich richtig informiert bin, dann waren Kain und Abel Kinder von Adam und Eva (der ersten Menschen) Kain ging dann ins Land hinaus und andere Menschen nahmen ihn auf - woher kommen diese - oder auch die unbefleckte Empfängnis = künstliche Befruchtung ????

      So kann man natürlich auch auf Geschichten kommen - besonders Mystery-Thriller a la Dan Brown - in einem Interview hat er mal erwähnt, dass er Stunden vor dem Bild stand und irgendwann hat er dann das gesehen, was er zu seinem Bestseller verarbeitet hat und ich kann mich noch gut daran erinnern, wie Wissenschaftler sich darauf gestürzt haben, um eben zu beweisen, wer auf dem letzten Abendmahl zu sehen ist.

      LG Martina
      Nein, ich meinte nicht nur die Gluehbirne. Ich werde dir mal dazu einige Links schicken.

      Die Geschichte mit Kain und Abel dient immer wieder als Beweis, dass die Bibel falsch ist oder sogar luegt. Dabei ist gerade diese Geschichte ein Beweis dafuer, wie richtig die Bibel ist.

      Adam und Eva waren NICHT die ersten beiden Menschen. Adam bedeutet Mensch und Eva bedeutet "die Belebte". Allerdings wurden im Verlauf Adam und Eva als Symbole fuer Mann und Frau wiedergegeben. Sie werden in der Bibel als Beispielpersonen der Menschheit genommen. Da es zurzeit Adam und Eva viele, viele andere Menschen gab, konnte Kain durchaus in ein anderes Land gehen und "nahm sich dort eine Frau", wie die Bibel weiterhin ausfuehrt.

      Das Problem ist, dass sich heutzutage kaum noch jemand die Muehe macht die Bibel und deren Herkunft zu lesen. Denn das Internet ist voll davon. Z. B. ist die Geschichte der Menscherschaffung rund 2000 Jahre aelter als die Geschichte von Adam und Eva. Die Geschichte in der Bibel ist weitestgehend eine Kopie der alten Sumerer-Religion, in der Gott An die Menschheit von Enki erschaffen laesst. Enki benutzt dazu Blut und Lehm. Ebenso sind Noah und die Sintflut weitere Geschichten der Sumerer und ihren Goettern.

      Der Zusammenhang wird klar, wenn man beruecksichtigt, dass Abraham das Bindeglied zwischen Juden und Sumerern ist. Denn Abrahams Vater Terach und wohl er selbst waren sumerische Priester, die Gott An und Goettin Inanna anbeteten und opferten. Erst nachdem Abraham auf seinem Weg von Ur nach Harran (heutige Tuerkei) auf Gott traf, wurde der Monotheismus begruendet (ca. 800 Jahre vor Echnaton).

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Hahaha! Nein, Martina, ich habe dich doch nicht persoenlich gemeint, sondern die Situation ganz allgemein dargestellt. Ich unterhalte mich sehr oft mit Atheisten, die so viele Behauptungen aufstellen, die ich sofort widerlegen kann. Dummerweise werden sie dann aergerlich, anstatt nachzudenken. Und nein, ich trete dabei ncht als "Missionar" auf, sondern verweise einfach auf ganz allgemeine, neutrale Informationen, die ueberall zugaenglich und nachlesbar sind.

      Was ich dennoch ganz und gar nicht verstehe ist, dass es handfeste wissenschaftliche Beweise gibt, die ganz klar darlegen, dass es den Exodus sehr wohl etwa 1550 v. Chr. gegeben hat. Es gibt auch "Beweise", dass es bereits 2200 v. Chr. grafische Darstellungen der zehn Gebote gab. Diese Steingravuren sind ueberall im Internet abrufbar und sogar auf einigen wissenschaftlichen Webseiten nachlesbar. Aber aus politischen Gruenden wird (und kann) es nicht vehement und ernsthaft publiziert werden, denn es wuerde unweigerlich die Positionen in Nahost so sehr verhaerten, dass ein militaerischer Konflikt unausweichbar waere! Stichwort: Mount Karkum. Google mal, wenn du moechtest.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Daniel“ ()

      habe ich auch nicht persönlich genommen, wollte nur noch einmal betonen, dass ich in dem Punkt einfach nicht sattelfest bin und durchaus mir verschiedene Meinungen anhöre - ich habe mal ein Buch gelesen - Titel weiß ich nicht mehr, aber darin ging es um die Frage, ob Gott existiert und der Leser nahm die Position eines Geschworenen ein und sollte dann ein Urteil fällen - gut geschrieben, aber gerade die Fragen, die man automatisch als "Atheist" hat z.B. wenn Gott existiert, warum lässt er dann jenes oder welches zu. Andersherum wenn man an Gott glaubt, dann muss man ja auch automatisch akzeptieren, dass es den Teufel gibt.

      werde ich bestimmt mal machen, aber nicht heute, habe noch ein paar Seiten vor mir
      LG Martina

      PS Habe im Übrigen eine Stillüte bei dir oben gefunden: lachlesbar :thumbsup: zum lachen

      martinamalenke schrieb:

      PS Habe im Übrigen eine Stillüte bei dir oben gefunden: lachlesbar zum lachen


      Hahaha! Ja, du hast Recht! Super! Und es passt haarscharf hier ins Forum allerdings in einem anderen Thread. Allerdings waren dort noch mehr Fehler, die ich ebenso gleich mitkorrigiert habe. Ich finde das koestlich. Muss ich mir merken "lachlesen"! Das waere vielleicht sogar ein Titel fuer eine tolle Kurzgeschichten oder sogar fuer eine politische "Talk-Sendung! (lolol)

      Danke dir fuer deine Aufmerksamkeit!

      Viele Gruesse,
      Daniel