Finanzielle Verluste durch Problem mit ISBN Nachschub

      Finanzielle Verluste durch Problem mit ISBN Nachschub

      Was vielleicht auch für andere Autoren interessant wäre ist folgendes:

      Durch die derzeit fehlende ISBN-Liste können keine Bücher mehr über die ISBN-Pflichtigen Shops angeboten werden. Wann die ISBN wieder erhältlich sind, ist leider nicht bekannt und steht sozusagen in den Sternen. Selbstredend ergibt sich damit für die Autoren ein finanzieller Verlust auf unbestimmte Zeit, bis eben die Bücher ihre ISBN erhalten und in den großen Shops angeboten werden können.

      Leider habe ich den ersten Band meiner Buchreihe bereits vor Kurzem veröffentlicht, was es mir, zumindest aufgrund der AGB des anderen Anbieters, unmöglich macht, den zweiten Band über einen anderen Anbieter zu veröffentlichen.

      Wie ist das? Kann man in einem solch speziellen Fall kostenlos vom Vertrag von Band 1 zurücktreten ohne die Frist von drei Monaten einzuhalten, damit ich beide Bände bei dem anderen Anbieter veröffentlichen kann?

      Oder muss ich den finanziellen Verlust auf unbestimmte Zeit schweigend in Kauf nehmen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Heike Noll“ ()

      Hmm, ich bin mir ganz sicher, ob ich dein Posting richtig verstanden habe, aber wenn es dir darum geht eine Free ISBN zu bekommen, hierzu habe ich auf meinem Blog mal was geschrieben:

      http://99-e-books.blogspot.de/2012/07/so-kommst-du-zu-einer-kostenlosen-isbn.html

      Dauert ca 20 Minuten und du hast eine. Die kannst du dann bei Xinxii nachreichen ( Habe ich zumindest mal so gemacht) und die Distribution erfolgte dann innerhalb von ein paar Tagen..
      Wobei der dort gemachte Vorschlag natürlich einen Verstoß gegen die AGBs von Smashword darstellt. Smashword wie auch CreateSpace binden die Vergabe u. a. an einen Vermerk im Impressum. Wenn es da nicht stimmt und das auffällt, kann es leicht passieren, dass die betreffenden Plattformen dein Ebuch einfach löschen. Daszu kommt auch der Schmäh, dass Smashwords als Vergeber der ISBN an der Nummer erkennbar ist und von deinem Umsatz Tantiemen abzieht ...

      Die Frage ist: Brauchst du die ISBN überhaupt? Nach meiner bisherigen Erfahrung sind die Umsatzzahlen von Plattformen, die ISBN verlangen - was immer die Applepostles anderes behaupten mögen -, eine absolut vernachlässigbare Größe. Und dass irgend jemand zur Buchhändlerin um die Ecke tippelt und dein Buch von ihr bestellen lässt, brauchst du sowieso nicht zu erwarten. Dazu kommt ja auch, dass du EIGENTLICH für deine PDF, epub und mobi jeweils eine eigene ISBN benötigst - nur: diese Option habe ich bei Xinxii nie gesehen. Wer benutzt also unsere ISBNn eigentlich?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Romanike“ ()

      Romanike schrieb:

      Wobei der dort gemachte Vorschlag natürlich einen Verstoß gegen die AGBs von Smashword darstellt. Smashword wie auch CreateSpace binden die Vergabe u. a. an einen Vermerk im Impressum.


      Nein, das stimmt nicht. Sobald du das Word CreateSpace in deinem Buch verwendest, wird der Druck automatisch abgelehnt. CreateSpace ist eine Druckerei und macht sich nicht die Inhalte zueigen.


      Romanike schrieb:

      Daszu kommt auch der Schmäh, dass Smashwords als Vergeber der ISBN an der Nummer erkennbar ist und von deinem Umsatz Tantiemen abzieht ...


      Nein, das ist nicht richtig. Die ISBN hat nichts mit den Tantiemen zu tun, die bekommt der Rechteinhaber! Smashwords ist auch nicht in irgendeiner Weise "erkennbar". Die Nummer ist einfach eine Nummer, woher die stammt wird nicht aufgelöst. oder stellt gar einen Anspruch dar.

      Romanike schrieb:

      Die Frage ist: Brauchst du die ISBN überhaupt? Nach meiner bisherigen Erfahrung sind die Umsatzzahlen von Plattformen, die ISBN verlangen - was immer die Applepostles anderes behaupten mögen -, eine absolut vernachlässigbare Größe.


      Mag bei dir so sein, ich habe da andere Erfahrungen. Je mehr Plattformen du bedienst, desto höher die Aussichten auf Erfolg. Warum auf iStore und Millionen Apple Anwender verzichten?

      Romanike schrieb:

      Dazu kommt ja auch, dass du EIGENTLICH für deine PDF, epub und mobi jeweils eine eigene ISBN benötigst - nur: diese Option habe ich bei Xinxii nie gesehen.


      Auch das stimmt nicht. Für ein inhaltsgleiches Ebook, benötigt man nur eine ISBN, daher findest du entsprechende Hinweise auch nicht.

      Wer benutzt also unsere ISBNn eigentlich?


      Naja im wesentlichen für den Apple iStore aber auch Drittanbieter, die das Buch oder Ebook über ihr System anbieten. Wenn es auch heute noch nicht in den großen Buchhandlungen bestellbar ist (meistens aber doch mit einer Lieferzeit von 2-3 Wochen), kann sich das in den Zeiten von Internet und hartem Wettbewerb (Siehe Weltbild) von einem Tag auf den anderen ändern. Wer dann keine ISBN hat, verbaut sich diesen Absatzweg.

      Nebenbei reden wir hier immer von einer FREE ISBN, die nicht identisch mit der in Deutschland verwendeten ISBN ist, da sie a.) kostenlos und b.) aus den USA stammt. Wie wir aber täglich sehen, sind die US Anbieter wie Amazon etc. sehr erfolgreich und aggressiv. Ich denke daher, dass es über kurz oder lang dazu kommt, dass auch der "normale deutsche" Buchhandel seine Blockade aufgibt und Bücher mit Free ISBN vertreibt.
      Das Ganze ist eher eine Art Kartell, die die Verlage und Autoren dazu zwingt eine Zwangsabgabe für ihr Werk zu entrichten um eine popelige Artikelnummer - und mehr ist die ISBN nicht - in den Katalogen zu erhalten. Arbeit haben die Anbieter der deutschen ISBN jedoch Null. Das ist eine reine Abzocke.

      Bei einer normalen ISBN hast du jedoch Kosten von bis zu 100€ im Jahr. Das frisst viele kleine Buchprojekte auf, die als Ebook für 1-2€ angeboten werden.

      10 Jahre/10Bücher = 10.000€ für ISBN ausgegeben. Da muss eine alte Frau lange für stricken.

      Denk mal drüber nach....
      Sobald du das Word CreateSpace in deinem Buch verwendest, wird der Druck automatisch abgelehnt.


      CreateSpace gibt in seinen Richtlinien vor, dass gedruckte Bücher die Zeile "Printed by CreateSpace" im Impressum enthalten müssen.

      Nein, das ist nicht richtig. Die ISBN hat nichts mit den Tantiemen zu tun, die bekommt der Rechteinhaber!


      Eine ISBN ist keine zufällig vergebene Nummer. Smashwords ist anhand der ISBN identifizierbar, wird in allen Datenbanken damit als Verleger ausgewiesen und kassiert darum seinen Anteil.
      Zur Aufschlüsselung einer ISBN siehe hier: de.wikipedia.org/wiki/Internat…tandardbuchnummer#ISBN-10
      "An ISBN identifies a title's edition, publisher, and physical properties such as trim size, page count, and binding type." createspace.com/Products/Book/…rint&sitesearch_type=SITE

      Nebenbei reden wir hier immer von einer FREE ISBN, die nicht identisch mit der in Deutschland verwendeten ISBN ist, da sie a.) kostenlos und b.) aus den USA stammt.


      Es gibt keine freien ISBNn. Die ISBNn sind weltweit einmalig. Amazon, Smashwords usw. kaufen sie hunderttausenderweise ein und zahlen dafür. Bei der amerikanischen Vergabestelle Bowker kostet ein Tausenderpaket nämlich nur noch 1 $ pro Stück, während amerikanische Selbstverleger (für nix) satte 150 $ pro Nummer abdrücken dürfen. Glücklich dran sind die Kanadier, bei denen bekommt man ISBNn tatsächlich kostenlos! Wenn man eine Briefkastenfirma in Kanada hat.

      "One question I've seen popping up recently is whether an author can use the ISBN provided by Smashwords when she uploads her book at Amazon or another retailer.
      Short answer? No."
      fromthewriteangle.com/2012/04/…smashwords-isbn-when.html

      Auch das stimmt nicht. Für ein inhaltsgleiches Ebook, benötigt man nur eine ISBN, daher findest du entsprechende Hinweise auch nicht.


      Datt da finde ich bei Smashwords: "Ebooks require different ISBNs, tied to each format you're distributing via retailers." smashwords.com/distribution

      "Braucht jedes E-Bookformat eine eigene ISBN Nummer? Die Antwort lautet JA. Laut dem VLB benötigen E-Books in unterschiedlichen Formaten jeweils eine eigene ISBN pro Format. Das bedeutet, dass ein .MOBI eine ISBN benötigt (oder auch nicht, da Amazon ja die ASIN vergibt) und ein .EPUB ebenfalls." buchveroeffentlichen.com/brauc…mer/#sthash.Nf1zPnHz.dpuf Ebenso die PDF, RTF und was du sonst so anzubieten beliebst.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Romanike“ ()

      Sorry, aber ich will hier nicht in einem Hin und Herposten von Internetzitaten herumkommentieren. Glaube es einfach jemandem, der das selbst seit Jahren macht und glaube nicht alles was du per Google im Netz findest.
      Deine Suchergebnisse gehen am Punkt vorbei:
      Siehe ISBN und Tantiemen. Du sagtest, man würde an den Publisher Tantiemen abgeben müssen, was einfach nicht stimmt. Aber hier kommst du jetzt damit, ob die Nummer einmalig ist und ob man den Publisher recherchieren kann.
      Das ist doch völlig was anders! Wenn du eine kostenlose ISBN von CreateSpace zugeteilt bekommst, kannst du den Titel mit dieser ISBN natürlich auch auf anderen Plattformen verwenden. CS bekommt dafür keinen Anteil an den Tantiemen. Aber man wäre ja doof, wenn man das Buch dann über CS nicht auch anbieten würde, wenn man sich schon die ganze Arbeit gemacht hat. Also ist das kein Problem über dass sich CS und andere Gedanken machen müssen. Es ist ein Incentive, ein Lockmittel um Publisher zu gewinnen, keine Gewinnbeteiligung.
      FREE ISBN ist der englische Ausdruck in Selfpublisherkreisen. Free ist sie in diesem Kontext nur für den Autor. Aber das kann dir ja auch egal sein, wer dafür bezahlt, ob und wie viel. Als Autor bezahlst du für eine Free ISBN nix, sonst würde sie kaum so heißen.
      Wenn du den VLB zitierst denk bitte daran, dass es hier um die deutsche ISBN geht....
      Auch wenn es schwer fällt zu glauben: Es gibt keine "Gesetze" die vorschreiben wie eine ISBN zu verwenden ist, keine "ISBN Behörde", kein ISBN Gericht etc. ISBNs sind nur ARTIKELNUMMERN! Ähnlich EAN Codes, um den globalen Handel zu vereinfachen. Du kannst damit arbeiten und Vorteile daraus ziehen, oder du kannst es sein lassen. Du kannst da das größte Chaos verursachen mit dutzenden ISBNs für ein Buch verwenden. Wenn du aber auch was verkaufen willst, dann solltest du so ein paar Überlegungen anstellen wie man das Buch weltweit am einfachsten findet und dann ergeben sich die Verwendungen von selbst.
      Oh, Smashword selbst lässt da gar keinen Zweifel:

      "You can obtain a free ISBN from Smashwords that registers Smashwords as your publisher ..."
      smashwords.com/about/supportfaq#isbn
      Und der Verleger kassiert auch - 10 % nach Smashwords eigenen Angaben.

      Des weiteren heißt es da:
      "Can I use a Smashwords ISBN elsewhere?
      We do not recommend this. Smashwords ISBNs are provided as an exclusive service benefit for authors and publishers who utilize Smashwords' distribution services. To use a Smashwords ISBN elsewhere, or to utilize Smashwords as a free vending machine for ISBNs, goes against the spirit of why we make this benefit available to our authors and clients." smashwords.com/about/supportfaq#isbn

      Mit anderen Worten: die ISBN anderswo zu verwenden ist machbar, aber missbräuchlich. Denn Smashwords bekommt die angeblich freien ISBN eben nicht kostenlos:
      "The quantity one purchase price [für eine ISBN von der US-Vergabestelle Bowker] is $125* (this is why we recommend our FREE ISBN - We buy them in bulk so you don't have to pay anything)." smashwords.com/about/supportfaq#isbn
      Wie nennt man es nun nach deutschem Recht, sich etwas anzueignen, für das ein anderer bezahlt hat? Na? Richtig: Dein Blog ist eine offene Aufforderung zum Diebstahl.
      * das FAQ ist hier veraltet. Inzwischen sind es 150 $.

      Auch CreateSpace schreibt zu den Nutzungsbedingungen seiner "freien" ISBNn:
      "This ISBN can only be used with the CreateSpace Independent Publishing Platform."
      createspace.com/Products/Book/…ISBN&sitesearch_type=SITE

      Die AGBs und FAQs der betroffenen Unternehmen betrachte ich in dieser Hinsicht schon als vertrauenswürdiger als deine Behauptungen. ;)

      Es gibt keine "Gesetze" die vorschreiben wie eine ISBN zu verwenden ist, keine "ISBN Behörde", kein ISBN Gericht etc. ISBNs sind nur ARTIKELNUMMERN!


      Das weiß Smashwords etwas besser als du:
      "the International ISBN agency strongly advises that authors and publishers do not use the same ISBN for multiple ebook formats (so, a different ISBN is required for EPUB, MOBI, PDF, etc.). The ISBNs issued by Smashwords are currently for the EPUB version of your book only. Therefore, if you list the ISBN inside your book, you should designate it as the ISBN for the EPUB format."
      smashwords.com/about/supportfaq#isbn

      Die ISBN-Behörde, die es angeblich nicht gibt, darfst du hier kontaktieren und dich von ihrer Existenz überzeugen: isbn-international.org/
      Hallo Anna! Das lange Warten hat bald ein Ende und wir versorgen Euch wieder mit ISBN. Einen genauen Tag kann ich noch nicht nennen, aber es wird sie asap wieder geben und wir werden Euch direkt auch hier informieren.

      Vielen lieben Dank für Deine Geduld!