Erfahrungen mit Amazon Createspace?

      Erfahrungen mit Amazon Createspace?

      Liebe Foristen,

      Marketing hat sehr viele Facetten und oft betreibt der Autor oder Produzent von Etwas intensiv Marketing und weiss es gar nicht!

      Platt und ganz simple ausgedrueckt bedeutet Marking auch: Alles fuer ein Produkt zu tun, um es erfolgreich auf dem Markt zu bringen bzw. zu halten!

      Dazu gehoert nicht nur die Werbung fuer ein Produkt oder bleiben wir bei unserem Produkt, dem Buch, sondern auch, dass das Buch in den unterschiedlichsten Formen auf dem Markt zur Verfuegung steht: PDF, Epub, etc.

      Nun bin ich erneut auf die Webseite von Amazon gestossen, auf der Amazon einen Service anbietet, der das Buch vom Kindle-Format (ich glaube auch PDF) ausdruckt, mit Cover versieht und zum Kunden als fertiges Produkt ausliefert. Allerdings sind mir die Kosten fuer den Autoren bei umfangreichen Buechern z. B. meine Baende haben 300 bis ueber 400 Seiten viel zu hoch. Bei diesem Umfang wuerde Amazon den groesseren Anteil am Profit erzielen und fuer die Autoren wuerden oftmals nur Cents uebrigbleiben!

      Hier ist der Link zur Website: createspace.com/

      Dennoch moechte ich die Frage hier einstellen, ob und inwiefern ihr mit Amzazon diesbezueglich Erfahrungen gesammelt habt. Waere toll von euch zu lesen.

      Viele Gruesse,
      Daniel
      Nun, hier sind ein paar zusaetzliche Informationen, die man wissen sollte.

      Ich zitiere hier einen Ausschnitt von dieser Webseite:
      images-na.ssl-images-amazon.co…4/28/39/74/5428397410.pdf

      Beginn Zitat:
      "Konditionen 1.

      Ihr Autorenhonorar: 60% vom Nettobetrag des von Ihnen festgelegten Verkaufspreises, abzüglich der Druckkosten nach
      (2) Das Zahlungsziel beträgt 30 Tage (monatliche Abrechnung)

      2. Druckkosten:
      Pro Seite (schwarz-weiß Buchinhalt) € 0,012 Pro Seite (farbiger Buchinhalt) € 0,06 zzgl. pro Einheit (Farb-Umschlag, Bindung, Laminierung) € 0,60 Bücher selbst veröffentlichenmit Amazon Print on Demand Beispiel-Kalkulation Taschenbuch mit 150 Schwarz-weiß-Seiten und Farb-Umschlag: 14,90 EUR Brutto Verkaufspreis (vom Autor festgelegt) ./. 0,98 EUR abzgl. 7% MwSt. 13,92 EUR Netto-Verkaufspreis ./. 5,57 EUR abzgl. 40% Amazon-Anteil ./. 2,40 EUR abzgl. Druckkosten: 150 Seiten × 0,012 EUR + 0,60 EUR --- Keine Lagerkosten/-risiko, keine Versandkosten, keine digitalen Verwaltungsgebühren = 5,95 EUR zahlt Ihnen Amazon pro verkauftem Titel aus Spezifikationen."
      Ende Zitat.

      Hoert sich das gut an? Nun, Amazon macht in diesem Beispiel €5.57 und beteiligt sich an keinen Kosten. Amazon uebernimmt lediglich die Logistik. Der Auto hingegen bezahlt platt ausgerueckt alles.

      Stellt man einen anderen Fall dar, z. B. 400 Buchseiten bei gleichem Verkaufspreis sieht die Kalkulation voellig anders aus. Nun erhaelt Amazon immer noch €5.57, waehrend der Autor nun nur noch €2.96 bekommt. Aber viel interessanter ist, dass in jedem Rechenbeispiel, dass der Autor durchfuehren kann, Amazon immer einen tollen Profit macht. Alle Kosten gehen zu lasten des Autoren.

      Ich waehlte dieses wirtschaftlich unsinnige Beispiel nur, um aufzuzeigen, dass der Autor eigentlich der "gelackmeierte" ist, Amazon hingegen nie. Die Kosten, wie fuer Amazon anfallen, wie kostenlose Lieferung bei Kauf ab einem bestimmten Betrag, sind Fixkosten, die dem einzelnen Buch nicht zugerechnet werden. Selbst wenn sich der Autor an Druckkostenzuschussverlage wendet kommt er nicht immer teurer bei weg als bei Amazon!

      Dennoch stellen sich ganz andere Fragen.

      Erstens: Kann sich oder sollte sich ein Autor nicht an createspace beteiligen, obwohl der Trend eindeutig zu solchen Aktionen schreit? Die Alternative waere, nur solche Buecher mit sagen wir bis zu 200 Seiten so dem Markt anzubieten. Was darueber hinaus laeuft, muss der Autor sich selbst errechnen, ob es sich lohnt oder nicht.Eine Excel-Tabelle ist hier super hilfreich!

      Uebrigens, eine Aufteilung von 400 seitigen Buechern in zwei druckbaren von jeweils 200 Seiten, halte ich wirtschaftlich nicht fuer durchsetzbar und dem Leser gegenueber auch nicht fair.

      Zweitens: Bei Buechern mit niedrigeren Seitenzahlen, ist der Auszahlungsbetrag bei Amazon durchaus hoeher als bei herkoemmlichen Verlagen oder anderen Publikationsmoeglichkeiten.

      Rechnet mal nach. Waere schoen, gerade das interessante Thema intensiv zu diskutieren.

      Viele Gruesse,
      Daniel

      LIEBE FORISTEN. IN DER KALKULATION HATTE ICH IM ORIGINALKOMMENTAR EINEN SEHR PEINLICHEN UND BEDAUERNSWERTEN FEHLER, DEN ICH NUN KORRIGIERT HABE. ICH BITTE DAS ZU ENTSCHULDIGEN.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Daniel“ ()

      *Kopf - kratz*

      Auf den ersten Blick liest sich das wie typisch Amazon und du hast glaube ich eine Sache vergessen - falls ich es überlesen habe, ich glaube, selbst wenn man dies macht - so würde man keinen anderen Shop "beliefern" außer Amazon - richtig?

      Oder bin ich da einem Irrtum aufgesessen?

      LG Martina